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Der 1. Mai 1999 in Bremen
ein subjektiver Rückblick.

Tjaaahaha...
eigentlich hätte hier ein amtlicher Randale-Report aus der ehemaligen Riot-Hauptstadt stehen sollen, doch es kam ganz anders. Keine Randale, keine Nazis, nur zufriedene Gesichter bei Bullen, Pressefritzen und Antifas.

Sprüherei im Viertel Was war passiert? Zunächst einmal schlug zu Beginn des Jahres die Ankündigung der NPD, am 1. Mai im beschaulichen Bremen marschieren zu wollen, ein wie eine Bombe. Mindestens genauso frech war jedoch die Ankündigung des großmäuligen Innensenators Ralf "Goebbels" Bortscheller in derselben Zeitungsnotiz, diesen Aufmarsch auf jeden Fall schützen zu wollen – und das, obwohl die Demo erst noch genehmigt werden musste!

Naja, jedenfalls brach hektische Betriebsamkeit bei den verschlafenen Linken aus, erstmal Plenum machen. Ein "Bündnis gegen den Nazi-Aufmarsch" wurde gegründet, dem neben autonomen Gruppen auch Gewerkschaften, VVN und PDS auch die Grünen angehörten, eine Demo auf der geplanten Nazi-Route wurde geplant, Plakate und Aufkleber gedruckt usw. Es fing also ganz gut an, doch dann brachte ausgerechnet "Dr. Punk", der zu den Grünen übergelaufen war und zur Belohnung in den Landesvorstand katapultiert worden ist, die unselige Gewaltdebatte auf den Tisch und leitete damit den Anfang vom Ende des Bündnisses ein. Merke: Never trust a politician, auch nicht, wenn er 'nen Iro hat!

Inzwischen war auch die Gegenseite aufgewacht. Vom DGB war eh nichts Gutes zu erwarten, er hat seine traditionelle Sauf- und Selbstbeweihraucherungs-Prozession am 1. Mai einfach unter das Motto "gegen Nazis" gestellt und damit war das Thema erledigt. In den Medien war derweil von "Klein-Belfast in Bremen" die Rede und Journalisten, Parteien und der DGB riefen dazu auf, zur "friedlichen" Maidemo fernab in der Innenstadt zu gehen, anstatt sich den Nazis im Bremer Osten entgegenzustellen. Nur der Innensenator war auffallend ruhig, statt der üblichen Hetze und Stammtischparolen kam diesmal gar nichts.
Das war natürlich mehr als verdächtig und tatsächlich erging von ihm eine Anweisung an alle möglichen Verbände, "die Emotionen nicht unnötig zu schüren", also das ganze totzuschweigen.

Gleichzeitig forderte er die Krankenhäuser auf, Trakte für eventuelle Verletzte freizumachen – wen er für die Krankenhausbetten vorgesehen hatte, war klar.

Sah also nicht so gut aus alles. Trotzdem wurde vom Rest-Bündnis mit hässlichen Plakaten unbeirrt mobilisiert, sowohl stadtweit als auch bundesweit und unglaublicherweise begann ca. 2 Wochen vor dem Event die Stimmung zu kippen. Leute die sich erst von herbeigeredeten Straßenschlachten hatten abschrecken lassen, wollten nun doch auf jeden Fall auf die "richtige" Antifa-Demo gehen, und auch Organisationen wie die VVN, die peinlicherweise zur DGB-Demo aufgerufen hatte, änderten ihre Meinung. Trotz verschärfter Repression gegen die Verkleber und -innen der Demoplakate (in einem Fall mit gezückter Knarre!) war die ganze Stadt vollgeballert mit Plakaten und Aufklebern, so dass das Saubervolk gar nicht mehr nachkam mit dem Abreißen. Auch bundesweit steckten die Leute in den Startlöchern und die Plakate gingen sogar bis Wien + Amsterdam.

Eine Vollversammlung eine Woche zuvor war gut besucht und gab Rückenwind.

Das merkte auch der Innengoebbels, er ließ die Zahl der zu erwartenden Gegendemonstranten nun plötzlich auf ca. 10.000 schätzen (nicht unrealistisch) und als Mann der eisernen Faust beschloss er sogleich, Bremen den größten Bullenauflauf der Nachkriegsgeschichte zu bescheren und beantragte satte 8000 Bullen von überall her. Leider leider hatten die Bullen noch andere Sachen zu tun wie z.B. diverse Maidemos (u.a. in Berlin) und irgendwelche Kurdengeschichten und so bekam er trotz händeringender Suche "nur" 4800 Pigs zusammen – nicht genug für soviele Gegendemonstranten befanden Landes- und Oberlandesgericht und bestätigten das zuvor vom Stadtamt ausgesprochene Verbot beider Demos.

Übrigens hat das Oberlandesgericht einen miesen Trick angewendet, nämlich am Freitag Nachmittag, also nicht einmal mehr 20 Stunden vor den Demos erst die NPD-Demo verboten, so dass diese noch die Möglichkeit hatten, vor der letzten Instanz, dem Bundesverfassungsgericht zu klagen, wahrend die Gegendemo erst so spät verboten wurde, dass keine Möglichkeit mehr bestand, das Verbot anzufechten.

Aufkleber zum 1. Mai 1999 Nach den Erfahrungen der letzten Jahre musste man davon ausgehen, dass die NPD-Demo im allerletzten Moment doch noch erlaubt werden wurde und so wurde trotz verbotener Gegendemo unbeirrt weiter mobilisiert.

Inzwischen war es Freitag abend, ein Konzert für die Gegenaktionen fand im Schlachthof statt, mit den Grauen Zellen und Kommerzinfarkt. Die Lage war äußerst angespannt, die Bündnisleute total überfordert, die ersten Dutzend Auswärtige kamen an und wollten natürlich wissen, was Sache ist – konnte ihnen aber keiner sagen. Gleichzeitig war noch Delegiertentreffen mit einigen hundert Teilnehmern, aber auch hier kein Plan.

Je später der Abend, desto höher die Spannung. Der Schlachthof war inzwischen rappelvoll, zu allem Überfluss lief oben nämlich der Tanz in den Mai mit 1000 Disco-Freaks an.

Gleichzeitig wurde auch die Bullentaktik immer klarer, das Viertel war im Belagerungszustand (auch die Cops erinnerten sich an den 02.10.94, als es nachts im Viertel ordentlich schepperte), auswärtige Autonome wurden entweder an der Abreise gehindert (Leipzig), auf der Autobahn gestoppt (Hamburg am Samstag morgen) oder in Bremen selbst durchsucht und einige Leute dabei festgenommen.

Einigen BerlinerInnen wurden gleich Mollies angehängt, also Motoröl, Ersatzkanister und leere Flaschen – sie saßen besonders lange. Als die Bullen dann ein Auto aus Bayern direkt vor dem Schlachthof filzten, war für einige das Maß voll: Steine auf die Schweine, eine Wanne wurde erwischt, doch bereitstellende Verstärkung war schnell da, ca. ne Hundertschaft kam und postierte sich mit Helmen und Schildern und ne zeitlang sah es so aus, wie wenn sie versuchen wollten, den Schlachthof zu stürmen. Das hätten sie zwar erstmal nicht geschafft, da der Schlachthof wie gesagt rappelvoll und schwer einzunehmen war und außerdem nicht wenige Leute bereits heiß auf ne amtliche Straßenschlacht waren, trotzdem wäre eine Straßenschlacht den Bullen ganz recht gekommen und es hatte ne Menge Festnahmen und Verletzte gegeben zu mal es aus dem Schlachthof auch keine Fluchtmöglichkeiten gibt. So wurde also verhandelt und die Bullen zogen sich daraufhin tatsächlich zurück, nicht ohne noch ein paar leere Drohungen loszulassen ("wenn noch ein Stein fliegt, stellen wir euch den Strom ab und nehmen alle fest!"). Doch die Pigs wären nicht die Pigs, wenn sie nicht noch die eine oder andere Gemeinheit in der Hinterhand hätten, und so wurden noch einige Leute auf dem Heimweg vom Schlachthof einfach verhaftet mit der Behauptung, sie hätten Steine geworfen. Soviel zur Deeskalationstaktik.

Nun kam auch die überraschende Meldung, dass das Bundesverfassungsgericht auch die NPD-Demo verboten hat, was tatsächlich einmalig ist. Als Begründung dienten auch diesmal die gute Gegenmobilisierung und die angeblich zuwenigen Bullen, aber auch der unübersichtliche Stadtteil.

1. Mai
Ging früh los, die Leute trafen sich an der Endhaltestelle und harrten der Dinge die da kommen würden. Trotz Demoverbots wuchs die Menge schnell auf 1500 Leute an und man setzte schließlich durch, eine Spontandemo auf der Naziroute zu machen, was für sich schon ein großer Erfolg ist, da die Bullen das natürlich unbedingt verhindern wollten. Wahrend der Demo wuchs die Menge weiter an auf 3000-4000. Zu Zwischenfällen kam es diesmal nicht, außer das 2x kurz Naziglatzen am Rand provozieren wollten und von den Bullen weggeschickt wurden. Ein Fettsack wollte sich absolut nicht wegschicken lassen und wurde schließlich von den Cops in die Demo geschubst, wo er ein paar an die Backen bekam und dann doch verschwand.

Die Antifa-Demo am 1. Mai 1999
Die antifaschistische Demo am 1. Mai 1999

Insgesamt haben nur wenige Faschos versucht, nach Bremen reinzukommen, sie wurden meist wieder aus der Stadt gejagt (von den Cops). Außerdem war anscheinend frühmorgens die Kommandozentrale ausgehoben worden, so dass viele Nazis nun führerlos dastanden.

Die meisten allerdings waren frühzeitig in andere Orte ausgewichen und führten kurze Spontandemos in Quickborn, Detmold und ? durch. Einige Antifas hatten wohl versucht, rechtzeitig rauszufinden, wohin die Faschos ausweichen, um ihnen dort einen gebührenden Empfang zu bereiten, doch dieses edle Vorhaben scheiterte in bester Antifa-Manier an Unzuverlässigkeiten und endloser Plenumsmache.

Abends dann Rock gegen Rechts auf dem Domshof, organisiert von der DGB-Jugend. Die Innenstadt war praktisch zugeschissen mit Bullen die eifrig alles filzten, was links aussah, und wieder kam es zu Festnahmen, die von der "Öffentlichkeit" nicht wahrgenommen wurden.

Die Bands waren übrigens lausig bis auf die Skaband "Schwarz auf Weiss", die ein sehr unterhaltsames und geiles Set lieferten und auch mit Anti-Nazi-Ansagen nicht sparten, für ne Skaband nicht unbedingt selbstverständlich.

Fazit
Eigentlich ein Erfolg, da die NPD nicht marschieren konnte, was auf jeden Fall auch an der starken Gegenmobilisierung lag. Dieser Tag war für die NPD ein Debakel, während die friedliche Spontandemo von der Presse überraschend gut aufgenommen wurde. Alles Friede Freude Eierkuchen, wenn da nicht die fast 100 Festnahmen gewesen wären, verdammt viel, dafür das nicht mal was abgegangen ist, und so haben zu recht einige gemault, dass die Bullen dafür eigentlich ne Abreibung verdient hätten. Sehr schlaue Taktik eigentlich, sich bei der eigentlichen Demo zurückzuhalten und den braven zu markieren und dann hintenrum die Leute einzucashen, wenn sie alleine oder mit wenigen unterwegs sind und keiner es mitkriegt.

Scheiße war's auch für die Auswärtigen, sie waren völlig umsonst angereist, bzw. nur um entweder abgegriffen zu werden oder um an einer studentischen Latschdemo teilzunehmen. War aber unter den gegebenen Umständen leider nicht zu ändern; einige beschwerten sich denn auch, dass Bremen nicht mehr sei wie früher, von wegen keine Randale und so, aber wenn die Nazis der Stadt fernbleiben und die Bullen unsere verbotene Demo zulassen, wäre Randale völliger Schwachsinn gewesen.

Scheiße, aber nicht unerwartet war auch, das "Goebbels" Bortscheller nach der Demo wieder sein dreckiges Maul öffnete: er brachte es tatsächlich, sich bei der NPD zu bedanken, dass sie sich so schön und demokratisch an das Verbot gehalten hat, während die bösen "Linksradikalen" mit ihren "Araberfeudeln" (hab keine gesehen) verbotenerweise marschiert sind. Irgendwie schafft er es immer wieder, noch einen drauf zu setzen (inzwischen ist er zum Glück abgesägt worden und muss sich wieder als Anwalt alter, kriminell gewordener Freunde durchschlagen).

Die NPD hat gleich darauf eine neue Demo angekündigt, für den 23. Mai in Bremen-Blumenthal. Diesmal wurde die Demo auch erlaubt, die Gegendemo auch. Allerdings waren viele Leute ausgebrannt nach der wochenlangen Mobilisierung, und so war diese Gegendemo wesentlich schlechter besucht, 400-500 Leute, aber auch nur 80 Nazis, dafür aber 1000 Bullen. So ist denn auch nix passiert und für die Faschos war das auch nicht das Gelbe, und die für den 29. Mai angemeldete Kundgebung wurde ersatzlos gestrichen; mehr noch, die NPD kündigte an, keine Aufmärsche in Bremen mehr durchführen zu wollen. Recht so!

Nachtrag
NPD und JN haben Aufmärsche ja zur neuen Masche auserkoren, und so Scheiße wie die Absetzung der Wehrmachtsausstellung können sich die Nazis natürlich auch als ihren Sieg anheften. Es wird also erstmal wohl mit Nazi-Aufmärschen an fast jedem Wochenende weitergehen, obwohl diese Taktik innerhalb der NPD umstritten ist. Aber das kann uns ja erstmal egal sein, wichtig ist, sich diesen Aufmärschen entgegenzustellen, und es für die Nazis und ihre Beschützer so stressig und teuer zu machen, by any means necessary, in der Hoffnung, dass solche Aufmärsche irgendwann einfach nicht mehr durchführbar sein werden.

Der Auftrag der Bullen ist klar und eindeutig: Angemeldeten Aufmarsch schützen, Störer unschädlich machen. Aus Sicht der Bullen ist das auch nur logisch und konsequent und die Empörung darüber kommt mir oft albern und aufgesetzt vor – ich mein wer glaubt denn noch, die Bullen waren neutral?

Allen, die wirkungsvoll gegen Nazis protestieren wollen sollte doch klar sein, dass sie es mit zwei Gegnern zu tun haben.

Natürlich haben selbst die Bullen dazugelernt. In den letzten Jahren ist die Ausrüstung wesentlich besser geworden, es gibt bessere Überwachungsmittel, besser gekleidete Zivis und vor allem motivierte und durchtrainierte Greiftrupps. Leider hat sich "unsere" Seite – weiß auch nicht, soll ich das jetzt Autonome nennen, oder Antifas oder was? – überhaupt nicht weiterentwickelt, es werden dieselben Fehler gemacht wie vor etlichen Jahren, und angesichts besser ausgebildeten und vor allem viel mehr Bullen erreicht man natürlich dementsprechend weniger.

Deshalb hier mal ein paar Überlegungen, wie man sein/ihr Verhalten auf solchen Aktionen mal ein bisschen modernisieren konnte (obwohl, "modern" ist ja, gar nicht erst zu sowas hinzugehen, mit dem Hinweis, "bringt ja eh alles nix" und stattdessen den Nazis todesmutig in der Kneipe oder vor der Glotze entgegenzutreten.)

Kleidung
Also das einfachste zuerst, im Sinne der eigenen Sicherheit ist unauffällige Kleidung gefragt, also am Besten auf Eitelkeiten wie Aufnäher, Nieten etc. verzichten, Klamotten zum (farblichen) wechseln sind auch nie verkehrt. Oft wäre auch ein spießiges/trendy Outfit angesagt, so kommt man (oft) problemlos an den einfältigen Bullen vorbei und direkt bis an die Nazis ran. Leider wird von dieser Variante viel zuwenig Gebrauch gemacht und ist daher nur eingeschränkt zu empfehlen, denn mit nur ner handvoll Leuten vor der Nazi-Demo zu stehen, bringt nix, genauso wie mit seinen Aso-Klamotten hinterher (oder vorher) wieder im klassisch gekleideten Antifa-Mob rumzuhängen.

Bullen
Never trust a pig! In einem Moment stehen sie noch scheinbar harmlos rum, im nächsten Moment hängen sie schon an deinem Kragen. Wer freistehend vor einer Reihe Eingreif-Cops große Töne spuckt, hat mittlerweile schon 50% Chancen abgegriffen zu werden, und dann kann ihn keiner mehr raushauen. Auch wenn man sich während ner Demo sicher fühlt und nen Cop beleidigt, sollte man damit rechnen, dass sie sich dein Gesicht merken und sich später, nach Auflösung der Demo z.B. an Dir rächen. Das beste wäre hier, sich geeignete Argumente für ne günstigere Situation aufzusparen und sich so lange auf den eigentlichen Gegner zu konzentrieren.

Alkohol
Eigentlich ein ganz alter Hut, aber einige habens echt immer noch nicht begriffen: Alk hat auf ner Demo, wo was passieren kann, nix zu suchen! Wer bealkt in ner brenzligen Situation rumspringt, macht sich selbst zum Kanonenfutter.

Vermummung
Genauso alt: Auf ausreichend Körper- und Gesichtsbedeckung achten, erst recht wo die Kameras immer besser und die Späher immer zahlreicher werden.

Wurfgeschosse
Der gemeine Demopolizist ist immer besser gepolstert und so ein einzelnes Steinchen bringt nicht unbedingt aus der Fassung, im Gegenteil, manchmal spornt es ihn auch an, gerade DICH haben zu wollen. Besser wäre, die Wurfgeschosse zu horten und dann gemeinsam mit anderen einen kleinen Hagel zu fabrizieren, um sich ein bisschen Respekt zu verschaffen und übereifrige Cops auf Distanz zu halten.

Banden
Und damit komme ich gleich zu einem besonders wichtigen Punkt: Bildet mehr Banden! Diese gute alte Tradition ist leider fast völlig in Vergessenheit geraten, dabei wird es immer wichtiger, in einer Gruppe zu agieren, da sie Schutz bietet vor Zivis oder plötzlich auftauchenden Bulleneinheiten. Also Tut euch zusammen mit Leuten die ihr kennt und denen ihr vertraut, und die auch auf ähnliche Aktionen Bock haben wie ihr. Sprecht vorher durch, was ihr gerne machen würdet, gebt euch ein Kennwort, damit ihr Euch im Gewühl schnell wiederfindet. In einer Gruppe kann man sich auch mehr zutrauen als alleine, es bietet wie gesagt Schutz vor bösen Überraschungen, und wenn die Bullen abräumen und nichts mehr geht, können viele Kleingruppen heftig Verwirrung stiften!

Distanzwaffen
Trotz gelegentlicher Vorkontrollen wäre es nicht schlecht, ein paar Distanzwaffen wie z.B. Leuchtspur dabeizuhaben. Zum einen schinden sie Eindruck, zum anderen sind die Bullen auch ziemlich erfolgreich dazu übergegangen, nicht nur eine Faschodemo selbst zu schützen, sondern den ganzen Bereich so abzuschirmen, dass die Faschos außerhalb der Wurfweite rumschreien.

Greiftrupps
Die schon erwähnten Greiftrupps sind nicht nur flink, sondern sie bedienen sich auch schäbiger Tricks wie z.B. Gebrüll oder "uh-uh-uh"-Rufe, die den eigenen Füßen Flügel verleihen (sollen). Alle rennen weg und keine/r stellt sich alleine in den Weg, da ja alle anderen auch weg laufen. Hier wären wieder die Grüppchen gefragt, die sich vielleicht schon vorher zu einem Mob zusammenfinden und den Ausfall stoppen. Denn die Bullen spekulieren ja zu recht darauf, dass alle abhauen, und (nennenswerte) Gegenwehr kann da schnell ihr Mütchen kühlen.

Außerdem
Spontaneität, Durchblick und Überzeugungskraft ist nicht gerade das, was die Szene auszeichnet, trotzdem ist es fatal, nach einer Action planlos rumzuhängen und den Bullen so die Zeit zu geben, Kräfte zusammenzuziehen und dann wirkungsvoll anzugreifen. Ortskundige und erfahrene Leute sind da wichtig, und auch (verantwortungsbewusste) Melder, die notfalls den Mob schnell irgendwo hin dirigieren können. Aber das muss noch besser durchdacht werden – ich würde jedenfalls nicht gleich dem erstbesten Maulhelden hinterher rennen...



 
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Diese Seite wurde zuletzt geändert am: 16.09.2003
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