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Augenzeugenberichte von Polizeiübergriffen
am 04.11.2006 in Bremen-Walle.

Alle folgenden Zitate stammen aus einer Pressemappe des antifaschistischen Bündnisses, die im Rahmen einer Pressekonferenz am 22. November an MedienvertreterInnen verteilt wurde.

Resolution der AWO-Kreiskonferenz gegen Polizeiübergriffe
Tausende haben am vergangenen Sonnabend gegen den Aufmarsch der NPD im Bremer Westen demonstriert. Auch die AWO Bremen gehörte mit zu den Initiatoren des Protestes. In einem gemeinsamen Aufruf hatten Geschäftsführung, Betriebsrat und Vorstand zur Teilnahme an der Demonstration aufgerufen. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Mitglieder waren diesem Aufruf gefolgt und demonstrierten friedlich gegen die Nazis. Doch was sie am Rande der Demonstration an Übergriffen der Polizei miterleben mussten, war schockierend. Da wurden einzelne Demonstranten herausgegriffen, verprügelt und dann wieder laufen gelassen. Da wurden Hunde ohne Maulkorb und an langer Leine durch die Menschenmenge geführt. Da wurden ganz normale Bürger von der Polizei ohne Grund aggressiv angegangen. All diese persönlichen Erlebnisse veranlasste am gestrigen Abend die Kreiskonferenz der AWO Bremen dazu, einstimmig eine Resolution zu verabschieden. Darin wird das streckenweise überzogene Vorgehen der Einsatzkräfte der Polizei gegen einige Teilnehmer der Demonstration verurteilt. "Auch bei einer Demonstration haben die Einsatzkräfte die Verhältnismäßigkeit der einzusetzenden Mittel zu beachten. In Deutschland muss sich jeder Bürger in jeder Situation auf die korrekte Handlungsweise seiner Polizeikräfte verlassen können." Auf der Demonstration am vergangenen Sonnabend sei dies eindeutig nicht so gewesen. Die AWO Bremen wird darüber hinaus das Gespräch mit der Polizei suchen.
gez. Dr. A. W., AWO-Kreisvorsitzender

Ich habe mich mit einigen IG Metallern von Daimler Chrysler
vor den Wasserwerfern hingestellt und das Transparent "Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen" mitgetragen. Wir konnten genau beobachten wie Polizisten Jugendliche provozierten. Jugendliche Schüler wurden von Hunden gebissen oder brutal aus der Menge gezerrt und abgeführt. Nur durch die Anwesenheit von Gewerkschaftern und einigen mutigen "älteren Mitbürgern" traute sich die Polizei nicht, die Versammlung gewaltsam aufzulösen.
G. G., Vertrauensmann der IG Metall bei Daimler Chrysler

Der Konfrontation und offensichtlichen Einschüchterungstaktik
der Polizeieinsätze standen nicht wir Älteren gegenüber, sondern unsere Jugend. Sicher, sie waren schwarz gekleidet, aber sind sie deshalb Anhänger der Autonomen? Sicher nicht! Auch ich als ältere Frau fühlte mich in meiner schwarzen Lederkleidung wohler. Ich habe junge Mädchen mit von Pfefferspray verbrannten Gesichtern gesehen und war entsetzt. In den Nachrichten wurde später von verletzten Polizisten geredet - diese Mädchen wurden nicht gezeigt, von ihnen wurde nicht gesprochen! Einige ältere Frauen, wenige ältere Männer und die IG Metaller waren in den vorderen Reihen präsent, sprachen mit den Jugendlichen, mit den Polizeibeamten, versuchten ein wenig von der massiven Spannung herauszunehmen, was uns auch gelang. Erst nach mehrmaliger provokativer Räumungsaufforderung von Seiten der Polizeieinsatzleitung und "Klarmachen zum Angriff" wurde es sehr unruhig. (…) Wo waren unsere politischen Vertreter und Parteien? Sie waren in den vorderen Reihen nirgends zu sehen, wo sie meines Erachtens hätten stehen müssen, nämlich vor unserer Jugend. (…) Ich schäme mich dafür, dass wir uns hinter unseren "Kids" verstecken, dass wir zu feige sind, vor ihnen zu stehen , um sie zu schützen, um ihnen zu zeigen "Ihr könnt euch auf uns verlassen, wir erlauben keine Wiederholung der Geschichte".
E. S.

Leider musste ich bei der Demo gegen die NPD
ein oft völlig überzogenes Verhalten der Polizei beobachten. Da wurden Hunde ohne Maulkorb und an langer Leine zwischen Familien mit kleinen Kindern geführt und haben Angst verbreitet. Ich bin keine Freundin der autonomen Gruppen, aber die Zerstörung des Lautsprecherwagens war völlig willkürlich und nicht nötig. Auch die Art wie mit Pfefferspray umgegangen wurde war zumindest fragwürdig. Es standen große Gruppen erkennbar friedliche Bürger, zum Teil auch Behinderte in der Demo. Auch hier wurde großzügig Pfefferspray verteilt. Am meisten hat mich der Umgang mit einzelnen Personen der autonomen Szene erschreckt. Hier wurden Einzelpersonen aus der Gruppe rausgeholt und am Rande der Demo regelrecht zusammengeprügelt. Das ist unserer Polizei unwürdig. Da stellt sich mir mich die Frage "Wo sieht unsere Polizei eigentlich den Feind der Demokratie"? Meine bisher gute Meinung über die Rechtmäßigkeit bei Polizeieinsätzen ist nach dieser Demo erheblich ins wanken geraten.
G. B., auch als Leserbrief verschickt

Für die Beurteilung der Frage,
warum es bei der angemeldeten Gegendemonstration zu gewaltsamen Einsätzen kam, müsste man eigentlich wissen, welche Taktik die Innenbehörde für die Gesamtaktion verfolgte. Nach intensiver Beobachtung der Szenerie über 6 Stunden und einer Reihe von Gesprächen mit beteiligten Polizeibeamten vermute ich, dass die Einsatzleitung von vornherein mit einer erheblichen Behinderung für die der NPD eingeräumten Demonstrationsstrecke gerechnet hat. Wären die Gegendemonstranten der Aufforderung gefolgt, den Zug bereits in Höhe der Grasberger Straße zu beenden, hätte die Einsatzleitung flugs die Stunden vor Beginn der Gegendemonstration eingerichtete Auffangsperre am Bohlenweg aufheben müssen. Dort wurden wir nämlich von mehreren hundert zumeist martialisch ausgestatteten Ordnungshütern mit zwei Wasserwerfern, einem Räumfahrzeug und einer Vielzahl von Einsatzfahrzeugen empfangen, die die Waller Heerstraße bis zum Waldautheater besetzt hielten. Zu diesem Scenario gehörte natürlich auch die entsprechende Randale, denn wie sonst hätte man die Verkürzung der Nazi-Marschstrecke begründen können. Nichts gegen eine Polizeitaktik, die letztlich den Rechten den Auftritt erschwert - aber es muss schon die Frage gestellt werden, ob es dazu solch massiver und teilweise brutaler Polizeieinsätze bedarf, wie wir sie beobachten mussten. Immer wieder haben sich Einsatztrupps in Stärke von 10 bis 30 Beteiligten aus dem die Demonstration umgebenden Polizeikordongelöst und in die Menge gestürzt, um unter Einsatz von Pfefferspray, Gummiknüppel und Faustschlägen einzelne Personen aus der Menge zu catchen. Nach den Gründen für diese Übergriffe gefragt, hieß es, dass hier Gesetzesvergehen geahndet würden. Außer einem in die Leere gehenden Flaschenwurf und häufigeren Vermummungen -"als Gesichtsschutz vor Sprays und der ständigen Filmerei und Fotografiererei", wie die meist jugendlichen Autonomen sagten - haben wir Älteren, die sich als Puffer vor den Polizeikordon gestellt hatten, keine Vergehen feststellen können. Wenn solches Verhalten aber zu ahndungswürdigen Vergehen hochstilisiert werden, gegen die zudem noch mit Brachialgewalt eingeschritten wurde, muss man nach den Motiven fragen. Ich jedenfalls mag nicht glauben, dass hier nur gelangweilte PolizeibeamtInnen ihr Mütchen kühlen wollten. Wenn doch, müsste bei zukünftigen Naziaufmärschen dafür Sorge getragen werden, dass in solch delikaten Aktionen keine Schlägertrupps, sondern Ordnungshüter mit mehr Gespür für den Wert demokratischer Freiheiten zum Einsatz kommen. Mit dem mitmarschierenden Innensenator verbindet uns Bürger der freien Hansestadt Bremen der demokratische Grundkonsens, nach dem faschistische und totalitäre Truppen bei uns keinen Platz haben.
H. C., auch als Leserbrief veröffentlicht

Ich habe mit einer Reihe von Bekannten
und meinem Lebensgefährten G. R. vor der Polizeisperre zwischen Waller Straße und Ritter-Raschen-Platz ausgeharrt, bis die NPD unverrichteter Dinge umkehren musste. Immer wieder beobachtete ich, wie Polizeitrupps ohne erkennbaren Grund in die Menschenmenge vorstießen, um sich einzelne Demonstranten mit recht rüden Methoden herauszugreifen. Als sich direkt vor meinen Augen drei bis vier Polizisten auf einen ca 14-jährigen Jungen stürzten, ihn mit den Knien zu Boden drückten und mit den Gummiknüppeln auf ihn einschlugen, konnte ich mich als Mutter und Großmutter nicht zurückhalten, den Jungen beschützen zu wollen. Ich wurde von meinem Lebengefährten gewaltsam daran gehindert, mich mit in das Getümmel zu stürzen. So wurden mir wahrscheinlich Schläge erspart, denn wenige Augenblicke später warf sich ein Mann, der sich später als Vater des Jungen herausstellte, dazwischen und wurde ebenfalls verdroschen.
H. W., G. R. und 5 weitere Personen

Ich war mit meinem neunjährigen Sohn
zusammen auf der Demonstration. Nachdem wir uns mit Kinderbüchern wie "Als Hitler das rosarote Kaninchen stahl", "Ich bin ein Stern" oder "Brundibar" auseinandergesetzt hatten, war es auch ihm ein Anliegen, sich an den Protesten gegen Nazis zu beteiligen.
Die erste Polizeisperre öffnete die Polizei aus meiner Sicht (fast) freiwillig. Gewalt aus Reihen der DemonstrantInnen konnte ich nicht beobachten. Als ich selbst die Stelle kurz nach dem "Durchbruch" passierte, wurden wir von einer ganzen Gruppe Polizisten bedroht, die mit Spraydosen im Anschlag direkt in unsere Gesichter zielten (aber nicht "abdrückten") und uns im Befehlston aufforderten, sofort weiterzugehen. Am Boden, kaum zu sehen hinter all den schweren Polizeistiefeln und mit dem Gesicht nach unten, lag ein junger Mann (mit heller Hose).
An der zweiten Sperre verkündete eine Lautsprecherdurchsage der Polizei, dass die Ansammlung als Versammlung nach dem Versammlungsrecht genehmigt sei, wodurch ich mich mit meinem Sohn sicher wähnte. Doch unmittelbar danach griff die Polizei die Kundgebung für mich völlig überraschend an. Ich rettete mich mit meinem Sohn in einen Vorgarten. Dorthin wurde auch ein Jugendlicher geschafft, der von Polizisten verprügelt worden war. Er war bleich und benommen und wurde dort im Vorgarten so gelagert, dass sein Kreislauf sich stabilisieren konnte. Kurz darauf griff ein ganzer Stoßtrupp Polizisten völlig grundlos den Lautsprecherwagen der Veranstalter an, der direkt auf Höhe des Gartenzauns zum Stehen gekommen war, hinter den wir uns geflüchtet hatten. Die Moderatoren auf dem Wagen bemühten sich bis zur letzten Sekunde um Verständigung mit der Polizei, riefen zu Besonnenheit auf und signalisierten der Polizeiführung gegenüber Gesprächsbereitschaft. Es nutzte nichts. Ich habe aus nächster Nähe erlebt, wie brutal und rücksichtslos die Polizisten vorgingen. Erneut setzten sie auch hier Pfefferspray ein. Scharen von Menschen strömten nun zu unserem "Zufluchtsort" mit Verletzungen durch den Gaseinsatz. Von überall wurden Wasserflaschen gereicht, um die Folgen der Verätzungen wenigstens notdürftig zu lindern.
Ich sah mich gezwungen, die noch immer erlaubte Kundgebung zu verlassen. Überall lag der Geruch von Pfefferspray in der Luft, und ich hatte Angst, meinen Sohn nicht vor der völlig rücksichtslosen Aggressivität der Polizei schützen zu können. "So stelle ich mir den Krieg vor", kommentierte er das Erlebte geschockt.
In einer Nebenstraße, die direkt von der Waller Heerstraße abgeht, wurden wir schließlich noch Augenzeugen der Verhaftung eines Jugendlichen (auch er keineswegs in schwarz gekleidet und vermummt). Er war von einer Gruppe von etwa 7 Polizisten in Kampfausrüstung in einen Hauseingang gedrängt worden, und nach allem, was ich erlebt hatte, wollte ich ihn in dieser Situation nicht allein lassen. Er wirkte noch recht jung und eingeschüchtert. Ich fragte ihn mit der gebotenen Distanz vom Bürgersteig aus, ob ich jemanden benachrichtigen solle (z.B. seine Eltern). Sofort stürzten sich drei Beamte auf mich und meinen Sohn, den ich an der Hand hatte. Sie drohten mir an, mich sofort in Polizeigewahrsam zu nehmen, wenn ich mich nicht unverzüglich entfernen würde. Von zwei Polizeibeamten wurde ich dann mit Nachdruck hinter eine Polizeiabsperrung geführt.
R. G.

Ich habe mir von einem Einsatztruppenleiter
aus Schleswig Holstein Namen und Dienstnummer geben lassen, da er bei einem Catch-Einsatz ohne Grund auf zwei Demonstranten mit der Faust einschlug. (Dafür gibt es noch einen weiteren Zeugen zur Verfügung steht.) Ich habe bisher keine Anzeige erstattet, da ich zu dem Ergebnis kam, dass wir uns kein Ergebnis erwarten, welches der Mühe wert sei.
H. C.

Ich nahm als Gröpelinger Anwohnerin
an der Demonstration teil. Nach dem Überschreiten der genehmigten Grenze in der Höhe der Grasberger Straße sah ich mit eigenen Augen, wie die Polizei mitten durch die jungen DemonstrantInnen scharfe, sehr erregte Schäferhunde ohne Maulkorb führte. Ich habe dann gesehen, wie ein anwesender Arzt die Bisswunde einer jungen Demonstrantin reinigte und versorgte.
Als examinierte Altenpflegerin entschloss ich mich in der Folge, die meist selbst sehr jungen Sanitäter der Demonstration zu unterstützen, weil es immer wieder von der Seite "Alte Waller Straße" zu Übergriffen auf die dort stehenden schwarz gekleideten Kinder und Jugendlichen kam.
Es wurden einzelne DemonstrantInnen (zumeist Mädchen und Jugendliche mit sichtbarem Migrationshintergrund) gezielt herausgegriffen, mit Pfefferspray besprüht oder gar verprügelt. Weiterhin sah ich, wie ein mitlaufender Junge von höchstens 12 Jahren mit Migrationshintergrund gezielt von zwei in schwarz gekleideten Polizisten verprügelt wurde und dabei eine Schulterluxation erlitt (Auskugeln des Schultergelenks). Der Junge wurde von seinen Bekannten - ca. im gleichen Alter - zu einem Arzt begleitet. Er war kein angereister autonomer Gewalttäter. Ich, die selbst im Lindenhofviertel lebt, sehe ihn öfter in der Nachbarschaft und einem Supermarkt an der Gröpelinger Heerstraße an der Kasse. Er scheint also ein Anwohner zu sein.
Neben dem Ausspülen von Augen bei drei Demonstrantinnen hatte ich ein 14 jähriges Mädchen zu versorgen. Sie reagierte auf das gezielte Besprühen ihrer Atemwege mit zweimaligem, schwallartigen Nasenbluten. Ihr war gleichzeitig schwindelig, und sie hatte Schüttelfrost. Dies hätten erste Symptome von Kreislaufversagen im Vorfeld eines allergischen Schocks sein können. In Anbetracht der Gefährdung begleitete ich das Mädchen durch die Absperrung zum nächsten Rettungswagen. Dabei ist hervorzuheben, dass uns die Bremer Polizisten anstandslos hinter die Absperrung ließen, während die "Ordnungshüter" in den schwarzen Overalls sogar Anstalten machten, mich als Ersthelferin mit Ausweis zu schlagen. Dies verhinderten jedoch die Bremer Polizisten, die uns nach einer kurzen Schilderung der Sachlage sogar ohne Aufnahme der Personalien auf dem schnellsten Weg zum nächsten Rettungswagen führten. Die Vierzehnjährige wurde im Rettungswagen versorgt. Sie wollte jedoch nicht zur Beobachtung ins Krankenhaus. Auch sie war keine "Autonome", sondern eine Realschülerin aus dem Bremer Umland, die sich mehr davor fürchtete, dass ihre Eltern von ihrem "Ausflug" nach Bremer erfahren würden, als vor den Konsequenzen eines allergischen Schocks.
H. R.

denn die, die wirklich militant vorgegangen sind,
sind eindeutig in den Reihen der Polizei zu finden. Da ich in der 5. oder 6. Reihe vor der Absperrung durch Wasserwerfer stand, konnte ich genau beobachten, wie die Polizisten in kleinen Grüppchen gemeinsam einen Demonstranten aus der Menge griffen und ihn in Gewahrsam nahmen. Dabei gab es meines Erachtens keine speziellen Auswahlkritierien. Gegriffen wurde derjenige, der sich eben gerade in greifbarer Nähe befand. Besonders akut wurde dieses Vorgehen dann nach der Bekanntgabe der Auflösung der Nazi-Demo. Sofort begannen die Polizisten weiterhin wahllos Demonstranten herauszugreifen. (…) Es ist außerdem nicht hinzunehmen, dass Jugendliche und Heranwachsende, die sich kritisch mit der deutschen Vergangenheit auseinandersetzten und dafür kämpfen, dass rechtsradikale und nationale Strukturen nicht noch mehr Fuß fassen können, kriminalisiert werden, den Stempel "militanter Autonomer" erhalten und dementsprechend von der Polizei behandelt werden.
E. G.

Mutige Gewerkschafter und andere ältere Leute
standen schließlich direkt vor den Polizisten und haben diskutiert und deeskaliert. Ich habe zusammen mit einem Prof. für Strafrecht aus Hamburg, der aber in Walle wohnt und Demoteilnehmer war, versucht die Einsatzleitung zu erreichen, beim zweiten Mal leider misslungen, da waren die für uns nicht mehr zu sprechen, weil sei "beschäftigt" waren. (…) Dann wurde ich von Anwohnern aus der Langeooger Str. angerufen, ich möchte doch kommen und vermitteln und deeskalieren. Direkt bei ihnen vor der Tür gebe es einen Polizeikessel und in dem Kessel 100 Demonstranten. Da bin ich denn auch hin. Die Polizei hat mich in den Kessel gelassen. Aber zu reden war mit den Polizisten nicht. Die haben alle bis nach 18 Uhr festgehalten und erkennungsdienstlich behandelt.
Name des Zeugen bekannt



 
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Diese Seite wurde zuletzt geändert am: 26.11.2006
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